Sicherheit betrifft alle
Nur wer sich sicher fühlt, kann kreativ arbeiten und leben, Platz schaffen für neue Ideen und Konzepte. Das gilt für Unternehmen ebenso wie für die Familie. Jeder Einbruch stellt für die Betroffenen nicht nur einen materiellen Schaden dar, sondern bedeutet einen gravierenden Eingriff in den persönlichen Lebensbereich, der oft nicht ohne psychische Folgen bleibt. Auch durch Brände kann nicht nur enormer Sachschaden entstehen, es besteht zudem noch eine Gefahr für das eigene Leben. Doch sich, seine Lieben und das Hab und Gut zu schützen ist einfacher als manch einer denkt.
Bilanz: Initiative "Nicht bei mir !"
Die im Sommer 2004 gestartete Initiative für aktiven Einbruchsschutz "Nicht bei mir!" zieht nach einem halben Jahr eine positive Bilanz. Die Initiative arbeitet mit verschiedenen Partnern, auch dem Weißen Ring, zusammen.
Die Webseite der Initiative wurde als Informations-Plattform etabliert. In der Fachpartner-Datenbank wurden auf der Grundlage von entsprechenden Schulungen bereits mehr als 700 qualifizierte Unternehmen gelistet. Den Newsletter, der über Projekte, Marktentwicklungen und Unternehmen berichtet, beziehen rund 550 Fachleute, Journalisten und Unterstützer. Seit September 2004 wurden rund 250.000 Flyer, 4.500 Plakate und 9.500 Beraterhandbücher an Bürger und Experten verteilt. Gemeinsam mit den Landeskriminalämtern wurden Landesaktionstage, Messestände und Pressekonferenzen veranstaltet. Rund ein Drittel der polizeilichen Beratungsstellen stimmt ihre Aktionsplanung mit der Initiative ab. Im Februar startet die Wanderausstellung "Burgen, Geheimgänge und Zauberei - 4.000 Jahre Sicherheit" im Museum für Kommunikation in Hamburg.
Einbruchschutz
Alle zwei Minuten wird in Deutschland eingebrochen, in der dunklen Jahreszeit sogar häufiger. 65 Prozent der 123.280 Wohnungseinbrüche des vergangenen Jahres ereigneten sich in den Abendstunden oder nachts. Grund dafür ist das geringere Entdeckungsrisiko bei Dunkelheit – ein für Diebe entscheidendes Kriterium für den Einbruch. Angekippte Fenster und Terrassentüren sind nahezu eine Einladung für Diebe, nur ins Schloss gezogene Türen stellten kaum ein Hindernis dar.
Den wirkungsvollsten Schutz bietet die richtige Sicherheitstechnik, denn ein Drittel aller Versuche scheitert bereits an geeignetem Einbruchschutz. Einbrecher suchen sich den Weg des geringsten Widerstands. So suchen sich die meisten Diebe gezielt Häuser und Wohnungen aus, die ungesichert sind. . An sichtbar geschützten Häusern dagegen versuchen sie sich oft erst gar nicht.
Vorsicht Nachbar!
Häufig finden Einbrüche im Schutz der Anonymität statt. Vor allem in einem von Gleichgültigkeit und Vereinzelung geprägten Wohngebiet ist Einbrechern „Tür und Tor" geöffnet. Polizeiliche Erkenntnisse belegen eindeutig, dass eine erhöhte Aufmerksamkeit von Mitbewohnern entscheidend ist, den „ungebetenen Gästen" die „Tour zu vermasseln".
Sensibilität, Aufmerksamkeit und Wachsamkeit der Nachbarn haben nichts mit Schnüffeln oder Spionieren zu tun, sondern sind Ausdruck sicherheitsbewussten Verhaltens und nachbarschaftlicher Mitverantwortung, die schließlich allen nutzen. Denn die Polizei kann nicht überall sein, aber ein Nachbar ist fast immer in der Nähe. Die Pflege einer guten und aktiven Nachbarschaft ist ein wichtiger Sicherheitsfaktor für das eigene Wohnumfeld.
Geeignete Sicherheitstechnik
Es empfiehlt sich, das Thema Einbruchschutz bereits bei der Neubauplanung des Hauses anzugehen. Denn in diesem Stadium lassen sich einbruchhemmende Türen und Fenster, Alarmanlagen sowie weitere mechanische Schutzeinrichtungen ideal einplanen. Schon bestehende Häuser und Wohnungen lassen sich mit überschaubarem Aufwand wirkungsvoll nachrüsten.
Der erste Schritt zur Sicherheit ist die Schwachstellenanalyse, die ein Profi durchführen sollte. Das kann ein Beamter von der örtlichen kriminalpolizeilichen Beratungsstelle sein, der eine kostenlose Beratung durchführt. Sie können sich aber auch an eine Fachfirma wenden.
Ausführliche Informationen zum Thema Einbruchschutz bietet: http://www.polizei-beratung.de
Brandschutz
Wie wichtig Feuerlöscher und Brandschutz in den eigenen vier Wänden sind, belegen die Unfallstatistiken: Jedes Jahr werden in Deutschland über 200.000 Brände gemeldet. Brände, die nicht nur einen Gesamtschaden von ca. 1,5 Mrd. DM verursachen, sondern auch bis zu 10.000 Schwerverletzte und 600 Todesopfer zur Folge haben - immense Zahlen und persönliche Tragödien, denen es aktiv zu begegnen gilt.
Rauchmelder – die aufmerksamen Wächter
Die meisten Menschen sterben in diesem Zusammenhang an den Folgen einer Rauchvergiftung. Rauchmelder können da Leben retten – das gilt auch für Privathaushalte!
Wenn es brennt, geht die Hauptgefahr für Leib und Leben nicht vom Feuer aus, sondern von der Rauchentwicklung. Besonders groß ist die Gefahr im Schlaf zu ersticken. "Brandrauch besteht zu einem großen Teil aus Kohlenmonoxid, einem geruchslosen Gas. Atmen Menschen Rauch ein, verlieren Sie schnell das Bewusstsein. Aus diesem Grund ist es besonders nachts lebensnotwendig, ein Feuer rechtzeitig zu bemerken, damit man fliehen kann." so Wolfgang Weiden, Kreisbrandmeister des Rheinisch-Bergischen Kreises. Rauchmelder, die in Privathaushalten installiert werden, sind batteriebetriebene Geräte, die unabhängig von der zentralen Stromversorgung funktionieren und auch bei einem Kurzschluss funktionsfähig sind. Sie erkennen die Rauchpartikel und warnen durch einen schrillen Signalton. Den Menschen bleibt damit genug Zeit, Rauch und Flammen zu entkommen.
Wenn es um Kauf und Platzierung der Rauchmelder und Feuerlöscher geht, bieten die Brandschutz-Fachbetriebe eine umfassende Beratung. Sie erkennen mögliche Brandquellen und platzieren die Geräte am richtigen Ort.
Aktiver Brandschutz: Feuerlöscher griffbereit
Da sich Feuer in der Regel langsam, sei es durch einen Schwelbrand oder durch mangelnde Vorsicht beim Umgang mit offenen Flammen entwickelt, kann ein Feuerlöscher beim Bekämpfen von Entstehungsbränden erfolgreich eingesetzt werden. Der schnelle Griff zum Feuerlöscher löscht Brände oftmals direkt oder verhindert ein weiteres Ausdehnen der Flammen bis zum Feuerwehreinsatz.
Um die Funktionsfähigkeit im Notfall zu gewährleisten, sollten Feuerlöscher regelmäßig vom Fachmann überprüft werden. Hierbei empfiehlt es sich, jeden Feuerlöscher alle zwei Jahre der fachmännischen Funktionsprüfung zu unterziehen.
Detaillierte Informationen zum Brandschutz finden sie u.a. unter:
http://www.berliner-feuerwehr.de/brandschutz.html
Bildquelle und Textquelle:
GLORIA GmbH
Initiative für aktiven Einbruchschutz
Weisser Ring