Zurück zur Startseite Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Allgemeine Geschäftsbedingungen Impressum





Gesundes Wohnen

Immer mehr Menschen leiden unter Allergien. Schon 30 Prozent der Kinder sind betroffen, und es werden täglich mehr. Nicht immer werden Allergien durch die Natur ausgelöst, auch in den eigenen vier Wänden lauern die allergieauslösenden Gefahren.
Allergische Reaktionen können innerhalb der Wohnung durch Hausstaubmilben, Schimmelpilze sowie durch Schadstoffe in Wohntextilien, Teppichböden und Möbeln ausgelöst werden. Die beste Allergiebehandlung ist, die Allergene möglichst zu meiden. Aber auch um vorzubeugen und das Immunsystem nicht zu schwächen, sollten Sie Schadstoffe, Schimmelpilze und Hausstaubmilben konsequent aussperren.

Lektüre auf dem SofaWohnqualität fängt beim Einkauf an
Ob Gardinen, Matratzen oder Möbel – für Milbenfänger und schadstoffhaltige Materialien sollten Sie Geld ausgeben, auch wenn Schnäppchen winken. Für allergiesensible Menschen ist es besonders wichtig, genau zu prüfen und auszuwählen. Verlassen Sie sich beim Kauf nicht auf den unspezifischen Hinweis "Für Allergiker geeignet". Fragen Sie bei Matratzen nach, ob das Produkt wirklich frei ist von organischen Materialien wie Schafwolle oder Rosshaar sowie Schadstoffen. Bei Gardinen, Sofabezügen und Zierkissen kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Stoffe Pestizide und Allergien auslösende Farbstoffe enthalten.

Rauchen VerbotenChecken Sie die Unruhestifter im Haushalt
Die folgende Check-Liste hilft allergiegeplagten Familien, die vier Wände gesund und frei von Allergenen zu gestalten. Das Ergebnis: jeden Tag mehr Lebensqualität ohne quälende Allergie-Schübe.  

  • Betten: glatte, kochbare Bettwäsche aus Baumwolle (alle vier bis sechs Wochen wechseln), keine Bettfedern, keine Rosshaar-, Schafwoll- oder Latexmatratze. Matratze aus Schaumstoff mit allergenundurchlässiger Komplettumhüllung oder aus einem kochbaren Material.

  • Fußboden: Teppichboden mit kurzem Flor, aus Kunstfaser. Keine wollhaltigen Teppiche!

  • Topfpflanzen: Welche? Bestehen Kreuzallergien mit Latex, Blütenpollen, Duftstoffen? Topfpflanzen verbessern die Raumluft, doch nicht zu viele aufstellen.

  • Schimmelpilze: Komposteimer täglich leeren, Kühlschrank häufig kontrollieren, beide mit Essigwasser auswaschen. Gibt es Stockflecken, feuchte Stellen an den Wänden? Keine Luftbefeuchter! Toilettenkästen regelmäßig kontrollieren, mit Essigwasser auswaschen.

  • Vorhänge: aus glatten Stoffen oder Rollos, keine Wolle!

  • Möbel: aus unbehandelten Hölzern. Mit lösungsmittelfreiem Wachs, Öl oder Lack behandelt, dass Sie möglichst vorher auf Verträglichkeit getestet haben.

  • Polstermöbel: Wie alt sind die Polster (alte Polster sind Milbenfänger!)? Keine Füllungen aus organischem Material. Am sichersten sind Polstermöbel mit geschlossenem Lederbezug.

  • Tierhaare: Keine Felle als Vorleger und keine Federn in Kissen. Keine Haustiere. Leben Sie bereits mit einem Haustier, so gehen Sie Kompromisse ein, z.B. bestimmte Räume für das Tier verschließen, Liegedecken aus kochbarem Material.

  • Völliges Rauchverbot in Wohnungen mit Kindern oder Erwachsenen, die an Asthma leiden.

Weniger Reize schon beim Bauen
Bei Pollenallergien ist bei der Bauweise auf eine kontrollierte Wohnraumlüftung zu achten. Be- und Entlüftungsanlagen sorgen nicht nur für frische Luft, sondern sind auch sehr gut bei einer Pollenallergie geeignet. Während bei Fensterlüftung die Pollen ungehindert ins Haus gelangen, wird dies bei Lüftungsanlagen durch spezielle Filter verhindert. Weiterhin wird die Weiterverbreitung von Pollen und Staub durch einen abgeschlossenen Windfang erheblich verringert.

Petrischale mit SchimmelprobeAuch Schimmelpilze können Auslöser von Allergien oder Krankheiten sein. Schimmelpilze benötigen Feuchtigkeit und organisches Material. Zuviel Feuchtigkeit wird beispielsweise durch die mechanische Wohnraumlüftung verhindert. Wer keine automatische Lüftungsanlage besitzt, muss regelmäßig Lüften. Dauerhaft beseitigen lassen sich Schimmelpilze nur, wenn die befallenen Bauteile ausgetauscht werden.

Weit verbreitet ist auch die Hausstauballergie. Besonders wohl fühlen sich Milben in Matratzen, Polstermöbeln, Teppichen und Teppichböden. Allergiker sollten daher möglichst auf Teppichböden verzichten und Holz- oder Laminatböden vorziehen. Wer dennoch einen Teppichboden haben möchte, sollte ihn regelmäßig mit Anti-Milben-Mitteln reinigen und darauf achten, dass er mit dem TÜV-Prüfzeichen "Für Allergiker geeignet" ausgezeichnet ist. Für weniger Staubaufwirbelungen sorgt eine Staubsaug-Zentraleinheit, die leider noch nicht in vielen Häusern angeboten wird.

Was tun bei allergischen Reaktionen?
Wenn Sie den Verdacht haben, dass allergische Reaktionen in ihrer Familie auf die Wohnsituation zurückzuführen sind, prüfen Sie zunächst anhand der o.g. Checkliste, was Sie in Ihrem Haus verbessern können.

Vermindern sich die allergischen Reaktionen nicht, müssen Sie einen Fachmann zu Rate ziehen. Handwerksbetriebe in Ihrer Nähe helfen gerne und bieten Problemlösungen an wenn Teppiche ausgetauscht, Wände neu behandelt und Lüftungssysteme eingebaut werden müssen.

Viele Tipps und nützliche Informationen bietet der Deutsche Allergie- und Asthmabund e.V. an www.daab.de


zurück

Wenn Sie diese Funktion nutzen möchten, muss Ihr Browser Cookies dieser Domain akzeptieren. Die Daten werden für 30 Tage gespeichert.