Baden mit Tradition
Bereits in der Antike badeten die Menschen leidenschaftlich gern, vor allem die Römer entwickelten eine absolute Perfektion im Bau ihrer öffentlichen Bäder. In aufwendigen Badetempeln, die durch edle Baumaterialien wie Marmor und prachtvolle Wandmalereien ausgeschmückt wurden, wurde das Bad zum gesellschaftlichen Ereignis.
Das Bad war aber ein Luxus der Reichen, die „normalen“ Bürger begnügten sich mit einem Kämmerchen, oft wurde ein „Bad“ noch in der Küche in einem Waschzuber eingenommen. Bis in die 70er Jahre führte das Bad bei uns ein Mauerblümchendasein, dann wurde es jedoch von Architekten und Bauherrn als Wohlfühloase wiederentdeckt und die Badekultur erlebt eine Renaissance. Dies gilt nicht nur für den privaten Bereich, sondern spiegelt sich auch im öffentlichen Leben wider: Hotels erhalten luxuriöse Wellnessbereiche, Fitnessstudios bieten umfassendes Badevergnügen und sogar öffentliche Schwimmbäder werden zu Badetempeln.
Sperren Sie den Alltag aus
Entspannung, Gesundheit und Wohlgefühl sind Attribute, die gerade in der heutigen, stressigen und reizüberfluteten Zeit einen hohen Stellenwert besitzen. Oft scheitert es jedoch an dem Platzproblem, denn die meisten deutschen Bäder sind klein. Die Hersteller von Wannen, Duschen und anderen Badeinrichtungen haben sich darauf eingestellt und bieten zunehmend auch Lösungen für kleine Bäder an.
Eine Modernisierung kann kleine Wunder bewirken. Wer die alte Dusche oder Badewanne ersetzen will, sollte über eine Dampfdusche oder Whirl-Wanne nachdenken. Beide benötigen auch nicht mehr Platz als ihre Vorgänger, bieten aber ein deutliches Plus an Wohlgefühl und Entspannungsmöglichkeiten.
Eine Multifunktionsdusche bietet die Leistungen eines Duschpaneels, hinter dem oft auch die Technik verborgen ist, und ergänzt sie durch Extras wie ein Dampfbad, eine Aroma- und Lichttherapie, einen Sternenhimmel im Kuppeldach oder Musikberieselung. Morgens machen die Brausen fit für den Tag, abends sitzt man in heißem Dampf – das reinigt die Haut, stabilisiert das Herz-Kreislauf-System, lockert verspannte Muskeln und beugt Erkältungen vor. Duftöle, über einen Dispenser verströmt, unterstützen diese Wirkung. Im Trend liegen schlichte Kabinen mit viel Glas. Auch das sorgt für Wohlgefühl, denn klare Linien und Transparenz lassen kleine Bäder größer erscheinen.
Fitness-Luxus
Die Kinder sind aus dem Haus oder der Keller kann ausgebaut werden? Nutzen Sie diese Chance, ein richtiges Wellness-Center ins Haus zu holen. Dazu sollten ein Whirlpool und eine Dampfdusche gehören, Fitnessgeräte und eine Sauna könnten eine sinnvolle Ergänzung sein. Auch hier sollte man auf Qualität achten, denn nicht immer sind die günstigsten Geräte auch wirklich sinnvoll. Was nützt es, wenn die Schwungmasse beim Ergometer nicht ausreicht, um einen Trainingserfolg zu erzielen?
Sauna – Gesundheit aus dem Norden
Dem Deutschen Sauna-Bund e.V. zufolge ist „Wellness“ mehr als purer Spaß und Vergnügen, Verwöhn- und Beautyprogramme, sondern vielmehr eine verantwortungsbewusste Lebensführung zum Erhalt von Leistungs- und Erlebnisfähigkeit. Saunabaden gehört unbedingt dazu, weil das Schwitzen an einer wärmenden „Feuerstelle“ Urerfahrung des Menschen in allen Kulturen ist. Allein in Deutschland gehen 26 Millionen Menschen regelmäßig in die Sauna und der Trend zur „eigenen“ Sauna ist deutlich zu erkennen.
Viele Heimsaunen bieten die Wahlmöglichkeit zwischen unterschiedlichen Temperaturzonen. Ob man die klassische, finnische Variante der 100-Grad-Sauna mit sehr trockener Luft oder die Dampfsauna mit Temperaturen zwischen 45 und 60-Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit bevorzugt, hängt vom eigenen Wohlfühlfaktor ab. Bleibt noch die Frage nach der Größe der Sauna, die bei der Wirkung auf den Organismus allerdings keine Rolle spielt. Jedoch wird man nicht gern in eine Sauna gehen, in der die Platzangst schon vorprogrammiert ist. Wählen Sie daher lieber eine Sauna mit großflächigen Glasfronten, die für Offenheit sorgen. Mit Klängen und Düften lässt sich das Wohlbefinden zusätzlich beeinflussen. Aufgüsse in unterschiedlichen Geruchsrichtungen werden im Fachhandel angeboten, ob Birke oder Zitrone, Melisse oder Honig, ist reine „Geruchssache“.
Nach der Sauna in den Schnee? Oder doch eher unter die kalte Dusche? Wichtig ist, dass zuerst die Lungen mit der kühlen Luft gefüllt werden, bevor man sich ins kalte Nass begibt. Kreislauf und Immunsystem werden durch die Wechselwirkung von heiß und kalt gestärkt. Ob Wanne oder Whirlpool als Tauchbecken dienen oder eine Dusche für kalte Aufgüsse sorgt – probieren Sie selbst aus, was Ihnen mehr zusagt.
Weitere Informationen zum richtigen Saunen finden Sie unter http://www.sauna-bund.de
Bildquelle: Klafs Saunabau GmbH &Co. KG